Hinweis
Der Inhalt dieser Seite stammt von verschiedenen Hobby-Autoren. Die Geschichten die sie verfassen, sind keine Meisterwerke. Sie enthalten bestimmt Gramatikfehler und es fehlen bestimmt einige Satzzeichen. Die Korrektur von Dritten wird ebenfalls nicht von Profis durchgeführt.
Wer die Kurzgeschichten dennoch lesen möchte, dem wünschen wir viel Spass dabei. Jede konstruktive Kritik ist gern gesehen und hilft den Hobby-Autoren bei ihrer Weiterentwicklung.

zur Serie A: Anarchy World

zur Serie B: Meine Schwester heißt Polyester



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Anarchy World XP-4 Saga Band 1

6.
1. April 2.94.59 n. C.
7:30 IPZ
Aioana

 

Einen Tag ist es her seit Aioana ihrer Schwester ihre Entscheidung über den Neubeginn auf Rubi-Ka mitgeteilt hatte. Erst war sie nicht wirklich überzeugt aus Angst davor diesen gewaltigen Schritt zu gehen. Aioana war noch nie eine Freundin großer Entscheidungen. Sie lebte lieber in den Tag hinein ohne sich groß Gedanken über wichtige Dinge machen zu müssen.
   Aioana streicht sich über die rechte Wange, Nardos hatte gestern wieder einen Wutausbruch als sie ihm von dem Abflug heute erzählte, und schlug mehrmals nach ihr. Sie fühlt sich wie von einem Zug überfahren. Obwohl Nardos nicht gerade muskulös ist hat er ganz schön Bums hinter seinen Schlägen. Sie war froh als er endlich eingeschlafen war.

   Sie blickte im Spiegel nach unten auf ihren nackten Körper. Ein großer blauer Fleck zeichnete sich oberhalb ihrer Magengrube ab. Als sie leicht dagegen drückt durchzuckt sie ein irrsinniger Schmerz. Sie nimmt einen Waschlappen aus dem Schrank und taucht ihn in kaltes Wasser. Sie drückt ihn gegen ihre Stirn auf der sie auch von ihrem Freund getroffen wurde.

   Nach einigen Minuten in der Hydrodusche zieht sie sich ein weißes Hemd über die Schultern. Sie blickt noch einmal auf ihren blauen Fleck auf dem Bauch während sie die Knöpfe zuknüpft. Als sie das Bad verlässt bemerkt sie wie Nardos über der Küchenspüle hängt und seinen Arm mit einem Messer malträtiert.

   „Was tust du denn da?“, fragt sie erschrocken. „Das geht dich gar nichts an verdammte Schlampe!“, ruft er ihr entgegen. Sie verdreht die Augen und wendet sich ihrem Rucksack zu. „Mach was du willst, ich bin eh in paar Stunden weg von hier.“, murmelt sie. Nardos wirft das Messer auf den Tisch das daraufhin dort feststeckt. Er kneift seine Augen aggressiv zusammen. „Du kannst nicht gehen! Ich verbiete es dir!“, ruft er. „Was ich mache geht dich auch nichts mehr an“, erwidert Aioana „Und nun lass mich endlich in Ruhe, du musst auch bald weg von hier.“

   Sie lässt sich nicht beeindrucken und packt noch einige weitere Sachen ein. „Weißt du was ich einfach nicht verstehen kann Ana? Das du sonst immer ein kleines Viech warst das nichts konnte. Und nun entscheidest du dich einfach dafür abzuhauen und mich im Stich zu lassen?“, knurrt er sie weiter an. Aioana ignoriert die Beleidigungen die Nardos auf sie wirft.

   Sie faltet noch einige Gläser die sie am Vorabend aussortiert hatte in Handtücher ein ohne den Blick zurück zu werfen. Doch dann spürt sie kalte Finger um ihren Nacken die sich langsam um ihren Hals schieben und dann leichten Druck ausüben. Ihr Atem wird schwer, ihr Herz rast in einem unangenehmen Tempo. Erdrückender werden die Hände um ihren Hals sodass sie weniger Luft bekommt. Nardos Blut das aus den Schnitten an seinem Arm über seine Finger tropft hat Aioanas Hals erreicht und läuft ihr den Brustkorb hinab.
   „Verrecke doch du verdammtes Weib!“, brüllt Nardos ihr entgegen. „Wenn du schon abhaust und mich allein lässt dann wenigstens in eine Zukunft ohne neues Leben!“ Aioana jappst nach Luft, ihre Finger greifen über den Boden, sie suchen nach einem Glas. Endlich hat sie eins zu fassen bekommen und schlägt es über ihren Kopf hinweg Nardos gegen die Stirn. Dieser verliert Halt und stürzt mit Aioana zu Boden, landet auf ihrem Rücken, seine Hände lösen sich von ihrem Hals. Sie löst sich von ihrem Körper der auf ihrem liegt. Er schreit wie in Rage und schnappt nach ihr. Sein Blick wird drübe von dem Blut das sich in seinen Augen sammelt, bekommt aber ihren Fuß zu fassen und rüttelt daran. „Lass mich gehen!“ schreit sie und muss husten.

   „Du verdammter Mistkerl, es ist aus, ich brauch dich nicht mehr um mein Verlangen zu stillen! Lang genug hast du mich unterdrückt! Es ist vorbei!“ Sie löst sich von seinem Griff und rennt zur Wand um sich dagegen zu lehnen und Luft zu holen. „Du darfst nicht gehen! Ich bin nichts ohne dich! Niemand sonst will etwas mit mir zu tun haben.“, schreit er unter Tränen heraus. „Niemand liebt mich so wie du!“ er schlägt mit der Faust gegen den Boden. „Ich liebe dich nicht Nardos.“, hustet sie unter Schmerzen. „Das habe ich längst aufgegeben. Es war Einbildung, ich wollte nur jemanden der mich in den Armen hält und mir zeigt das ich was wert bin. Das ist genau das was du auch wolltest.“. Auch Aioana kann die Tränen nicht mehr zurückhalten. „Ich bin wie meine Mutter.. ich bin schwach.“ Sie stützt ihren Kopf auf ihren Händen ab. „Dann stirbt Lügnerin!“

   Sie blickt auf und sieht Nardos der das Messer von vorhin geschnappt hat und auf sie losgeht. Sie kann nicht mehr ausweichen, es ist vorbei. Doch plötzlich trifft Nardos eine Schulter von hinten. Er stolpert und knallt gegen die Wand neben Aioana auf. Sie schnauft, was war geschehen? Afinia steht sich die Schulter haltend vor ihr. Aioanas Augen sind weit aufgerissen vor Überraschung. Erschrocken fällt sie ihrer Schwester in die Arme. Nie zuvor hätte sie so etwas getan. Nardos lehnt regungslos an der Wand. Doch dann stützt er sich ab und dreht sich langsam um, wobei er wieder mit dem Rücken an die Wand stürzt. Das Messer steckt in seinem Brustkorb knapp neben dem Herzen. Er atmet schwer. Alle drei stehen sich gegenüber.
   Die beiden Schwestern blicken Nardos entgegen. Dieser wackelt in Richtung der Glaswand die den Ausblick in den Himmel erlaubt. Er muss lachen: „Wenn jemand schwach ist, dann bin ich das Ana.“, und er hustet Blut. „Wir sehen uns wann anders wieder Nardos“, sagt sie mit vom weinen verschnupfter Nase. Nardos schreit so laut wie er kann als er eine Eisenlampe von der Wand reißt und damit auf die Scheibe einschlägt. Unter großer Anstrengung schlägt er einige male dagegen bis sie endlich nachgibt. Noch ein paar mal trifft er das gesplitterte Glas, dass dann schließlich bricht. Von der Wucht seines Schlages gezogen durchbricht sein Kopf das Glas. Aioana und Afinia drücken ihre Augen zusammen als er mitsamt der Lampe aus der Wand stürzt, 238 Kilometer in die Tiefe. Nach einer Minute Stille drückt sich Aioana gegen Afinias Brust und lässt noch einmal all ihrem Schmerz freien lauf. Afinia streichelt ihr über den Kopf. Sie weiß wie sehr ihre Schwester doch an Nardos gehangen hatte trotz all seinen schlechten Eigenschaften.
27.4.08 14:42


Anarchy World XP-4 Saga Band 1

Zwischenzeitlich

 

Hoch über den Wohnblöcken kreisen seit einigen Tagen Werbezeppeline. Die „Omni-Tek Cooperation“ wirbt mit freihen Stellen auf einem ihrer Hauptableger „Rubi-Ka“. Dem einzigen Planeten in der Galaxis auf dem das Hypermineral „Notum“ existiert. Aufgrund von rückgängigen Mitarbeiterzahlen in den Geschäftsstellen „Rubi-Ka“ rührt OT auf jedem von ihren übernommenen Planeten die Werbetrommel. „Beginnen sie ein neues Leben!“ zieren die Werbetafeln. „Starten sie in eine neue Zukunft!“ heißt es auf der Nächsten. „Tausend neue Jobmöglichkeiten mit Aufstiegschancen!“ Lauten die verlockenden Angebote. Wieder einmal öffnen sich die Ladeluken der Zeppeline und werfen Millionen Werbezettel über dem Planeten ab.
   Afinia starrt in den Himmel, die letzten Tage hatte sie immer wieder zu den Werbetafeln hochgesehen, aber konnte niemals einen Zettel abgreifen. Bedrückt sieht sie zu Boden, ihr Vater ist auch nach zwei Wochen nicht zurückgekehrt. Sie streift über eine der vielen Gehplattformen die an den Fassaden der Wohnblöcke angebracht sind. Sie muss immer diesen Weg nehmen um von ihrer Arbeit nach Hause zu gelangen. Da entdeckt sie einen durchnässten Papierfetzen der im Gatter des Weges im Wind flackert. Sie bückt sich um ihn aufzuheben und faltet ihn zaghaft auseinander um ihn nicht zu zerreißen. Es ist einer der Werbezettel OT´s.

   Er wirbt mit den gleichen viel versprechenden Sprüchen die auch schon auf den Werbetafeln zu lesen sind. Nächsten Monat sind schon wieder die Mietkosten für die Wohnung ihres Vaters zu zahlen. Sie bekommt einfach nicht das nötige Geld zusammen. Gespart hatte sie auch noch nie. Auf ihre Schwester kann sie auch nicht hoffen, diese sperrt sich mit Nardos in ihrem Zimmer ein wenn sie nicht gerade mit Afinia streitet.

   Die letzten Wochen waren eine anstrengende Geduldsprobe für beide der Schwestern. Jeden Tag streiten sie sich um ihre Vergangenheit, oder streiten darum wie es weitergehen soll. Vielleicht ist dieses Angebot von Omni-Tek ja einen Anlauf wert. Gleich wenn sie zuhause ist wird sie Aioana davon berichten.

27.4.08 14:42


Anarchy World XP-4 Saga Band 1

*

 

Konstanz Tirbol, Orela Karat, Tam Minras sowie Augene Malster, wie auch Aibrak und 18 andere ihrer Mitarbeiter hatten beschlossen sich vor OT zu verstecken und eine Gruppe ins Leben zu rufen die sich selbst „Freie Händler X4“ nennt. Sie wollen eine Revolte starten um in dem daraus resultierenden Chaos den Präsidenten James Drawin der Omni-Tek auf XP-4 vertritt heimlich zu beseitigen. Sie wussten auch genau wie es stattfinden sollte.

   Einmal im Monat reist Drawin für 5 Tage vom Planeten ab um außerplanetarisch einige Dinge zu erledigen. Genau da wollten sie zuschlagen! Doch zuerst mussten sie überall auf dem Planeten die Menschen gegen OT aufbringen. Dies war der leichteste Teil ihres Plans.

   Vor zwei Monaten gab es schon mal einen Angriff der Bürger gegen das Omni-Tek Bürogebäude im 78 Bezirk, der mit dem Einsatz von Gewalt blutig niedergeschlagen wurde. Grund für den Aufstand war das dieser Gebäudekomplex vor Omni-Tek´s Übername ein Wohnblock war. Die Bürger fühlten sich vertrieben und wollten ihr Zuhause mit einem Protest zurück erlangen. Als ein Junger Mann einen OT Beamten mit einem Stein beworfen hatte und darauf niedergeschossen wurde geriet die Menge von über dreihundertausend Menschen in Rage und griffen das OT Personal an.

   „Wir wissen von 60 anderen Wohnblöcken aus denen auch Familien mit ihren Kindern vertrieben wurden, nur um dort andere Geschäftszweige OT´s einzurichten.“ , erzählt Hager den anderen Vier seinen Plan, „Die Vertriebenen haben sich alle in der Nähe der Klärwerke drei Blocks weiter weg des OT Hauptsitzes niedergelassen. Wir werden zu ihnen stoßen und ihnen unser Vorhaben näher bringen. Doch zuerst müssen wir Waffen organisieren damit der Aufstand den sie für uns anzetteln werden eine reelle Chance hat. Sie werden überrascht sein wenn wir bei ihnen mit einer CARGOSHIP Ladung aufkreuzen. Da Orela in ihrer Firma den Bau von Waffen überwacht hatte und viele Waffendepots kennt wird sie uns erzählen wie wir am besten an die Waffen in so einem Lager herankommen können.“

   Hager nickt Orela auffordernd zu. Orela Karat war Chefin bei „Clancy´s Weapons and Battelsuits“ einer Firma die für die Herstellung von Waffen und Kampfanzügen zuständig war. Sie hatte die Befugnis über achthunderttausend Mitarbeiter.

   Orela war eine junggebliebene Solitus Frau mitte 33. Hager kannte sie noch aus seiner Zeit beim Militär, in dem sie in der gleichen Einheit dienten. Sie war damals für die Funktionstüchtigkeit der Ausrüstung zuständig. Ihre blonden Rückenlangen Haare lässt sie gerne in einem Zopf zusammengebunden. Da einige der Haare nicht im Haargummi hängen bleiben fallen sie ihr immer wieder über die Stirn ins Gesicht. Mit ihren spitzen mit dunklem Lila bemalten Lippen und der Strähne die ihr über das rechte Auge führte fand Hager sie manchmal immer noch sehr anziehend.

   Orela war seit der Zeit in der Einheit schon immer Bestandteil seiner erotischen Träume, in denen sie ihn verführte und ihm schöne Stunden bescherte. Doch leider bleibt es wohl nur bei seinen Träumen dachte er sich. Orela hatte schon damals nichts für ihn übrig. Sie ließ ihn immer abblitzen wenn er versuchte sie zu umgarnen und ihr näher zu kommen.

 

*

 

Mrs. Karat stellte sich an den Platz an dem Hager zuvor seine Rede gehalten hatte und schnaufte tief durch. „Nach reiflichen Überlegungen habe ich das Waffendepot im 83 Bezirk als unser Ziel auserkoren. Die Vorteile sind, dass wir die gestohlenen Waffen schneller in den Klärwerksbezirk abtransportieren können, da sich maximal 2 Bezirke weiter unser Ziel befindet. Einziger Nachteil ist das dieses Waffendepot stärker besetzt wird als die anderen. Grund dafür sind die nicht vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen im Klärwerk.“, durch Orelas starke Gestikulierung fallen ihr die Strähnen ins Gesicht die sie kurzerhand wieder zurücklegt.

   „Das Waffendepot besitzt 4 Eingänge, davon sind zwei große Schleusentore. An jedem Eingang befinden sich 2 Wachen an den Türen selbst und weitere zwei patrolieren zwischen den Eingängen am Zaun hin und her. Die Türen werden von Schwerlaser Geschützen des Typs Mark II bewacht und feuern auf jeden nicht registrierten Konvoi. Die Steuerung für diese Geschütze liegt im dritten Stock in dem sich auch die Lagerverwaltung befindet. Den Zugang dazu erhält man in einem Abwasserturm der sich auf der Südseite der Gebäudes befindet. Der Zugang zu diesem Turm geschieht über die Kanalisation. Im dritten Stock befinden sich zwei Wachmänner die mit EQUALIZERPISTOLEn ausgestattet sind. Der Kontrollraum selbst wird komplett Computergesteuert. Aren Nephir einer meiner Ex-Mitarbeiter besitzt eine Legitimation für das Computersystem. Er wird die Geschütze für uns abstellen.“, Orela holt tief Luft.

   „Auf der Ladeplattform stehen jeden Morgen um 9:00 Uhr IPZ[1] bereits vollgeladene CARGOSHIPS bereit, die am Vorabend im Lager angekommen sind und gegen 14:00 IPZ wieder auslaufen. Diese werden wir uns nehmen. Sie enthalten pro CARGOSHIP dreihundertfünfzigtausend Waffen aller Art. Das Reicht vollkommen um jedem eine abzugeben.“, grinst sie mit fröhlicher Mine.

   Hager Kamir grinst Orela ebenso fröhlich zurück. „Da Aibrak vor zwei Tagen zu den Obdachlosen im Klärwerk aufgebrochen ist und sie versucht für uns zu gewinnen müsste ich heute im Laufe des Tages eine Nachricht von ihm bekommen in der er mir deren Zustimmung mitteilt. In zwei Tagen werden wir dann die Waffen besorgen um drei weitere Tage später dann endlich die Revolute zu starten.“, wirft Hager dazwischen.

   „Bevor wir den genauen Ablauf unseres Beutezugs erläutern, hat einer von euch irgendwelche Fragen?“ Konstanz Tirbol der schmächtige Opifex hebt seine Hand. „Und was ist wenn die aus ihren Wohnungen herausgeschmissenen Obdachlosen keine Revolte für uns anzetteln?“, fragt er mürrisch. „Dann bleibt uns nichts anderes übrig als einen anderen Weg zu…“, Hagers PDA unterbricht ihn. Er fasst an sein Handgelenk und drückt auf die Anrufannahmetaste.

„Hager?“ tönt es aus den kleinen Lautsprechern. „Ja Aibrak wie sieht es aus?“
 –  „Sehr gut. Wir haben die Zustimmung der Verstossenen.“ Hagers Gesicht verzieht sich zu einem Lächeln. „Gerade haben wir uns darüber unterhalten was wäre wenn nicht. Das wäre ja nun geklärt. Sehr gut!“, und wendet sich zu Konstanz „Soviel dazu mein alter Freund“ lächelt er ihn an.

 

27.4.08 14:41


Anarchy World XP-4 Saga Band 1

*

 

Konstanz Tirbol, Orela Karat, Tam Minras sowie Augene Malster, wie auch Aibrak und 18 andere ihrer Mitarbeiter hatten beschlossen sich vor OT zu verstecken und eine Gruppe ins Leben zu rufen die sich selbst „Freie Händler X4“ nennt. Sie wollen eine Revolte starten um in dem daraus resultierenden Chaos den Präsidenten James Drawin der Omni-Tek auf XP-4 vertritt heimlich zu beseitigen. Sie wussten auch genau wie es stattfinden sollte.

   Einmal im Monat reist Drawin für 5 Tage vom Planeten ab um außerplanetarisch einige Dinge zu erledigen. Genau da wollten sie zuschlagen! Doch zuerst mussten sie überall auf dem Planeten die Menschen gegen OT aufbringen. Dies war der leichteste Teil ihres Plans.

   Vor zwei Monaten gab es schon mal einen Angriff der Bürger gegen das Omni-Tek Bürogebäude im 78 Bezirk, der mit dem Einsatz von Gewalt blutig niedergeschlagen wurde. Grund für den Aufstand war das dieser Gebäudekomplex vor Omni-Tek´s Übername ein Wohnblock war. Die Bürger fühlten sich vertrieben und wollten ihr Zuhause mit einem Protest zurück erlangen. Als ein Junger Mann einen OT Beamten mit einem Stein beworfen hatte und darauf niedergeschossen wurde geriet die Menge von über dreihundertausend Menschen in Rage und griffen das OT Personal an.

   „Wir wissen von 60 anderen Wohnblöcken aus denen auch Familien mit ihren Kindern vertrieben wurden, nur um dort andere Geschäftszweige OT´s einzurichten.“ , erzählt Hager den anderen Vier seinen Plan, „Die Vertriebenen haben sich alle in der Nähe der Klärwerke drei Blocks weiter weg des OT Hauptsitzes niedergelassen. Wir werden zu ihnen stoßen und ihnen unser Vorhaben näher bringen. Doch zuerst müssen wir Waffen organisieren damit der Aufstand den sie für uns anzetteln werden eine reelle Chance hat. Sie werden überrascht sein wenn wir bei ihnen mit einer CARGOSHIP Ladung aufkreuzen. Da Orela in ihrer Firma den Bau von Waffen überwacht hatte und viele Waffendepots kennt wird sie uns erzählen wie wir am besten an die Waffen in so einem Lager herankommen können.“

   Hager nickt Orela auffordernd zu. Orela Karat war Chefin bei „Clancy´s Weapons and Battelsuits“ einer Firma die für die Herstellung von Waffen und Kampfanzügen zuständig war. Sie hatte die Befugnis über achthunderttausend Mitarbeiter.

   Orela war eine junggebliebene Solitus Frau mitte 33. Hager kannte sie noch aus seiner Zeit beim Militär, in dem sie in der gleichen Einheit dienten. Sie war damals für die Funktionstüchtigkeit der Ausrüstung zuständig. Ihre blonden Rückenlangen Haare lässt sie gerne in einem Zopf zusammengebunden. Da einige der Haare nicht im Haargummi hängen bleiben fallen sie ihr immer wieder über die Stirn ins Gesicht. Mit ihren spitzen mit dunklem Lila bemalten Lippen und der Strähne die ihr über das rechte Auge führte fand Hager sie manchmal immer noch sehr anziehend.

   Orela war seit der Zeit in der Einheit schon immer Bestandteil seiner erotischen Träume, in denen sie ihn verführte und ihm schöne Stunden bescherte. Doch leider bleibt es wohl nur bei seinen Träumen dachte er sich. Orela hatte schon damals nichts für ihn übrig. Sie ließ ihn immer abblitzen wenn er versuchte sie zu umgarnen und ihr näher zu kommen.

 

*

 

Mrs. Karat stellte sich an den Platz an dem Hager zuvor seine Rede gehalten hatte und schnaufte tief durch. „Nach reiflichen Überlegungen habe ich das Waffendepot im 83 Bezirk als unser Ziel auserkoren. Die Vorteile sind, dass wir die gestohlenen Waffen schneller in den Klärwerksbezirk abtransportieren können, da sich maximal 2 Bezirke weiter unser Ziel befindet. Einziger Nachteil ist das dieses Waffendepot stärker besetzt wird als die anderen. Grund dafür sind die nicht vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen im Klärwerk.“, durch Orelas starke Gestikulierung fallen ihr die Strähnen ins Gesicht die sie kurzerhand wieder zurücklegt.

   „Das Waffendepot besitzt 4 Eingänge, davon sind zwei große Schleusentore. An jedem Eingang befinden sich 2 Wachen an den Türen selbst und weitere zwei patrolieren zwischen den Eingängen am Zaun hin und her. Die Türen werden von Schwerlaser Geschützen des Typs Mark II bewacht und feuern auf jeden nicht registrierten Konvoi. Die Steuerung für diese Geschütze liegt im dritten Stock in dem sich auch die Lagerverwaltung befindet. Den Zugang dazu erhält man in einem Abwasserturm der sich auf der Südseite der Gebäudes befindet. Der Zugang zu diesem Turm geschieht über die Kanalisation. Im dritten Stock befinden sich zwei Wachmänner die mit EQUALIZERPISTOLEn ausgestattet sind. Der Kontrollraum selbst wird komplett Computergesteuert. Aren Nephir einer meiner Ex-Mitarbeiter besitzt eine Legitimation für das Computersystem. Er wird die Geschütze für uns abstellen.“, Orela holt tief Luft.

   „Auf der Ladeplattform stehen jeden Morgen um 9:00 Uhr IPZ[1] bereits vollgeladene CARGOSHIPS bereit, die am Vorabend im Lager angekommen sind und gegen 14:00 IPZ wieder auslaufen. Diese werden wir uns nehmen. Sie enthalten pro CARGOSHIP dreihundertfünfzigtausend Waffen aller Art. Das Reicht vollkommen um jedem eine abzugeben.“, grinst sie mit fröhlicher Mine.

   Hager Kamir grinst Orela ebenso fröhlich zurück. „Da Aibrak vor zwei Tagen zu den Obdachlosen im Klärwerk aufgebrochen ist und sie versucht für uns zu gewinnen müsste ich heute im Laufe des Tages eine Nachricht von ihm bekommen in der er mir deren Zustimmung mitteilt. In zwei Tagen werden wir dann die Waffen besorgen um drei weitere Tage später dann endlich die Revolute zu starten.“, wirft Hager dazwischen.

   „Bevor wir den genauen Ablauf unseres Beutezugs erläutern, hat einer von euch irgendwelche Fragen?“ Konstanz Tirbol der schmächtige Opifex hebt seine Hand. „Und was ist wenn die aus ihren Wohnungen herausgeschmissenen Obdachlosen keine Revolte für uns anzetteln?“, fragt er mürrisch. „Dann bleibt uns nichts anderes übrig als einen anderen Weg zu…“, Hagers PDA unterbricht ihn. Er fasst an sein Handgelenk und drückt auf die Anrufannahmetaste.

„Hager?“ tönt es aus den kleinen Lautsprechern. „Ja Aibrak wie sieht es aus?“
 –  „Sehr gut. Wir haben die Zustimmung der Verstossenen.“ Hagers Gesicht verzieht sich zu einem Lächeln. „Gerade haben wir uns darüber unterhalten was wäre wenn nicht. Das wäre ja nun geklärt. Sehr gut!“, und wendet sich zu Konstanz „Soviel dazu mein alter Freund“ lächelt er ihn an.

 

27.4.08 14:40


Anarchy World XP-4 Saga Band 1

5.
29. März 2.94.59 n. C.
Hager Kamir

 

Rauch steigt aus einem der unzähligen Kanalisationsgitter die die stinkende Luft aus den 50 Jahren nicht mehr gereinigten Abwasserkanälen abpumpen empor. Die wenigen Lampen die auf kleinen Plattformen unterhalb des Landezonenturms schweben geben nur kleine blaue Lichtkegel ab und durchdringen die Finsternis nur Mager. Auf der Erdoberfläche häufen sich Metalltrümmer und Müllberge. Waste Collectoren schweben in Gruppen über das Gebiet und sammeln den Schrott auf um ihn auf die Berge aufzuhäufen. Dabei geben sie gluckend piepsende Geräusche von sich. 1 km unter der Erde hat eine kleine Gruppe unter der Führung Hager Kamirs in einer verlassenen Fabrik ihr Quartier eingerichtet.

   Vor über zwei Wochen hatte Hager Kamir von dutzenden seiner Kollegen bei anderen Firmen erfahren das 120 Chefleiter kleinerer Fabriken und Läden spurlos verschwunden seien. Weitere 40 wurden tot in ihren Büroräumen oder in Müllbergen auf der Oberfläche entdeckt. Auch Hagers bester Freund der Leiter der Firma „Eye Bloom“ Erwan Chensir der Augen und Ohren für Protokoldroiden herstelle war ermordet worden.

   Hager hatte zwei Tage versucht ihn zu erreichen ohne ein Lebenszeichen von ihm zu bekommen. Aibrak war auf seinen Geheiß in den Bezirk gereist um nach Erwan zu suchen, kam aber vier Tage später zurück und erzählte das er Erwan´s Leiche in einem der Kältetanks die für die Kühlung der organischen Bauteile zuständig sind gefunden hatte. Wie es aussah wurde er bewusstlos gewürgt und anschließend in dem Tank ertränkt worden.

   Hager Kamir wusste das es ein Omni-Tek Auftragskiller gewesen sein musste, denn Erwan erzählte ihm das er mehrfach von OT bedroht wurde, wenn er seinen Laden nicht dem Multikonzern überschreiben würde täten sie andere Mittel einsetzen um ihn zu beseitigen. Wie Hager von Tam Minras dem Chef einer Fabrik der SOL-Banking der sich nun ebenfalls bei ihm in diesem heruntergekommenen Versteck befand erfahren hatte wurden ebenfalls andere Filialleiter der SOL-Banking die Tam sehr gut kannte von OT bedroht, viele von ihnen waren auch spurlos verschwunden oder tot aufgefunden worden.

27.4.08 14:40


Anarchy World XP-4 Saga Band 1

4.
21. März 2.94.59 n. C.
Afinia & Aioana

 

„Weil du einfach nicht genug machst damit er nicht mehr arbeiten gehen muss du faules Miststück!“ attackiert Aioana ihre Schwester. Ihr Vater ist nun schon den dritten Tag nicht mehr nach Hause gekommen, die Wahrscheinlichkeit das er irgendwann noch mal ein Lebenszeichen von sich gibt wird immer geringer.

   Aioana möchte Afinia ein schlechtes Gewissen einreden. Sie fühlt sich hilflos und alleingelassen. Ihr Freund Nardos ist ein Verlierer das weiß sie seit ihr Vater den kleinen Drogenabhängigen zur Vernunft gebracht hat. Nardos verhält sich seither als riesiger Schleimer ihrem Vater gegenüber nur weil er selbst nicht von den Drogen mehr wegkommt.
   „Du weißt ganz genau das du einen großen Mist erzählst das ist dir schon klar? Paps wollte immer selbst arbeiten weil er sich Träume erfüllen wollte, ich war doch immer nur dazu da um das Geld was er lieber auf die Seite gelegt hatte für unsere Mietkosten zu ersetzen!“, Afinia brodelt vor Wut und redet ohne Luft zu holen weiter,  „Ich bin ihm doch verdammt egal das weißt du auch.“, Afinias blassblaue Opifex-Wangen hatten sich in ein tieferes blau verändert.
   „Wenn du nichts tust damit wir über die Runden kommen können kannst du auch kein Interesse erwarten.“, lässt Aioana verlauten. Sie wusste das Afinia mit dem Argument kommen würde das Aioana selbst ja erst recht nichts tut, ja noch nicht mal einen Job habe. Sie wusste aber genau was sie darauf antworten sollte.
„Bei mir ist das was anderes. Ich habe meine Mutter nicht umgebracht.“
   Aioana sieht auf ihre Schwester herab da sie um zwei Köpfe größer ist, sie sieht wie Afinias Augen feucht werden. Wie ihre Lippen anfangen zu beben. Afinia nuschelt vor sich hin. Sie redet davon das sie daran nicht schuld ist. Sie redet davon das Aioana und ihr Vater mit ihrem abwertenden Verhalten ihrer Mutter gegenüber sie getötet hätten. Sie redet davon das es einfach nicht wahr ist. Sie versucht es jedenfalls.
   In Aioanas Kopf breitet sich Freude aus. Freude darüber das sie ihre Schwester leidet. Freude darüber das Afinia sich genauso hilflos fühlt wie sie selbst. Doch weiß Aioana das sie ihre Mutter wie den letzten Mist behandelt hatte. Wie eine Person die zu schwach war sich gegen ihren gewalttätigen Mann zu stellen, der sie öfter am Kragen packte wenn er nicht seinen Kopf durchbekam. Aioana war von ihrer Mutter enttäuscht und hatte es ihr auch gezeigt.

   Aioana jedoch blieben von der Aggressivität ihres Vaters verschont denn sie verstand sich mehr als gut mit ihrem Vater. Er hatte sich ja auch seine Liebe erkauft bei ihr. Nur Afinia bekam immer seine aggressive Art zu spüren. Er hatte Afinia heruntergemacht bis auf den Boden hatte er sie gedrückt. Er stellte es genauso an wie bei ihrer Mutter jedoch ohne Handgreiflichkeiten.

27.4.08 14:39


Anarchy World XP-4 Saga Band 1

3.
17. März 2.94.59 n. C.
Hager Kamir

 

Im 233 Bezirk unter der 128 Landezone liegt die Firma MAK-Tech Companys. Spezialisiert auf Fahrzeugbauteile und Schiffspositronik für größere Raumfrachter. Die Fabrik selbst besteht aus drei je 5x3x2,5km großen Räumen in denen die Fliesbänder und Lagerhallen untergebracht sind. Die Wände der Lagerhallen bestehen aus metallischen Gitterkäfigen. An der Decke befindet sich ein Lastenkran der frei durch alle drei Hallen an einem Schienenetz bewegt werden kann.

   Firmenleiter ist ein gewisser Hager Kamir, einer der Top Hersteller von Schiffspositronik und galaxienbekannt für die guten Erzeugnisse seiner Mitarbeiter. Das ist auch das Markenzeichen der Firma, die Positronik wird nicht wie üblich von Maschinen hergestellt sondern von Menschen.
   Hager sitzt gerade an seinem Schreibtisch. Er ist ein kleiner schlanker 38 Jahre alter Solitus. Sein Gesicht ziert eine lange Narbe die er vor achtzehn Jahren bei einem Kampfeinsatz auf dem Planetoiden RADOS-10 mitgenommen hatte. Ein Jahr nach dem Vorfall wurde die Einheit der er angehörte aufgelöst und er bekam eine Millionenschwere Abfindung. Drei Jahre später eröffnete er von dem Geld das er bekommen hatte die kleine Firma KAMERS, die Anfangs noch Einzelkomponente für Schiffspositronik herstellte. Als KAMERS von MAK-Tech aufgekauft und er als Abteilungsleiter für den Bereich Kleinpositronik auserkoren wurde, konnte er noch nicht ahnen das er in den nächsten sechs Jahren zum Firmenleiter aufsteigen würde.
   Er ist seit mehr als 35 Stunden wach und fährt mit seinem Finger über den Touchscreen des Holos vor seinem Gesicht. Kurz wischt er sich den Schlaf aus den Augen. „Bald hab ich es geschafft“ murmelt er mit ein klein wenig Vorfreude auf seinen Feierabend. In der Halle die er von seinem Büro aus beobachten kann arbeiten gerade die letzten Angestellten.

   Gerade wollte er seine Datei speichern da ertönt die Türklingel. Hager verdreht die Augen und denkt sich wer nun noch stören könnte. Hoffentlich nicht einer seiner Arbeiter der seine Extraschicht verlängern möchte. Er erhebt sich langsam von seinem Stuhl und schlendert zur Tür. Durch die auf einem kleinen Terminal neben der Tür einsehbaren Kamera kann er einen Blick auf einen seiner Mitarbeiter werfen der stramm Richtung Türe blickt.

   „Wehe es ist nichts wichtiges“, knurrt Hager weiter. Das Schloss öffnet sich. Hager Kamir wollte gerade fragen was der Sinn der Störung sein soll da spürt er einen brennenden Schmerz an seinem Bein, der ohrenbetäubende Knall eines Langstrecken Gewehrs kommt erst eine Sekunde später in den hörbaren Bereich, als ein schwarz uniformierter mit einer Strumpfmaske aus dem Nichts erscheint und Hager entgegen stampft. „Bleib wo du bist!“ brüllt er lautstark und richtet Hager Kamir das Gewehr entgegen. Hager kommt innerhalb von Sekunden wieder von seinem Schock runter und erblickt durch die Beine des Eindringlings den ausblutenden Körper des Arbeiters der gerade noch auf der Kamera zu sehen war.

   „Was zum Teufel willst du hier!?“ brüllt Hager dem Eindringling entgegen. Dieser bleibt jedoch kühl und entschlossen.

„Du weißt wer mich geschickt hat Hager Kamir.“, und nickt mit dem Kopf, das Gewehr bleibt ruhig. „So ist das also, wenn diese Hunde mit Diplomatie nicht voran kommen dann wird Gewalt die ausführende Exekutive!“

 

*

 

Aibrak, Kamirs Stellvertreter, ist der Schuss aus dem Büro seines Vorgesetzten nicht entgangen. Er eilt mit seinen beiden Kollegen in Richtung der Büroräume. Jeder von ihnen ist mit einem Werkzeug als Waffe ausgerüstet. Auf halben weg hören sie mehrere Feuersalven.

   Hager hat es geschafft an seine SMP zu kommen und feuert auf den Eindringling. Dieser jedoch ist kaum zu treffen da er immer wieder ins Nichts entschwindet.
   Wieder einmal ist er nicht auffindbar. Hager kneift die Augen zusammen und konzentriert sich auf die Umgebung in der plötzliche Stille eingekehrt ist. Entsinne dich deiner Zeit im Militär Hager Kamir., denkt er in sich gekehrt. Agenten sind durch bestimmte Merkmale in der Umgebung zu erkennen. Hitzewallungen der Luft, wenige Sekundenbruchteile auftauchende Schatten und…seine Gedanken werden unterbrochen. „Das ist es!“ Hager feuert auf den Schrank rechts von sich auf dem er eine kurze Veränderung des darauf fallenden Lichts zu erkennen vermutete.

   Der Eindringling erscheint aus dem Nichts, Hager hatte ihn nicht getroffen aber er hat ihn entdeckt und feuert weitere Kugeln auf den Agenten. Dieser eilt im Kreis durch den Raum und feuert in wenigen Sekunden sein ganzes Gewehrmagazin auf die Wand vor sich, diese zerbröckelt und wird marode. Genau richtig um mit einem Satz durch zu springen.

   Hager konnte dem ganzen überhaupt nicht folgen, er erblickte nur die Staubwolke die sich an der Wand ausbreitete. Aibrak betritt als erstes den Raum. Er sieht seinen Chef am Boden knien. Hager erschrickt und richtet seine Waffe auf Aibrak. „Hey! Verdammt noch mal ich bin es, Aibrak.“ stammelt dieser. Hager nimmt die Waffe runter. „Was ist hier geschehen?“ fragt Aibrak weiter.
   „Ein Agent von Omni-Tek hat versucht mich zu töten.“, Hager Kamir verschnauft kurz. „Die Schweine haben auf den diplomatischen Weg verzichtet. Aber meine Firma bekommen sie nicht!“, und hustet. Der Agent hatte Hager einen Streifschuss an der Seite zugefügt.

„Los ihr zwei er muss hier noch irgendwo sein, sucht ihn!“ wendet sich Aibrak zu seinen Kollegen die sofort hinuntergehen.

   Hager Kamir öffnet sein PDA und gibt einen Durchruf an alle seine Kollegen aus. Er wusste das noch weitere Leute von Omni-Tek bedroht worden waren denen auch Attentäter auf den Hals gehetzt werden. Was nach einigen Minuten auf seinem PDA für Nachrichten eintreffen lässt ihn zu einem Schluss kommen: Revolte!

   Kurz blickte er auf den vorhin getöteten Arbeiter, Hager kannte ihn nicht so gut, aber er wusste das dieser Mann zwei Töchter hinterlässt. Von nun an müssen sie ohne ihren Vater weiterleben. Er bedauerte nicht mehr in der Personalkartei nach den Angehörigen des kürzlich verstorbenen zu suchen, denn er wusste das der Agent zurückkommen würde und musste so schnell es geht von hier verschwinden.

   Er ballte seine Faust fest zusammen, sodass es ihm wehtat. Damit diese beiden jungen Menschen sowie die gesamte weitere Bevölkerung XP-4s, ohne Tyrannei durch Omni-Tek weiter in Freiheit leben können kann, musste sich etwas ändern.

27.4.08 14:37


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